Die Sammelflächen sind in der Regel alte Kulturflächen, die im Laufe von Jahrhunderten bis Jahrtausenden durch die Tätigkeiten von Bauern entstanden sind. Die Sammler können aber nicht einfach nur die Samen der Pflanzen entnehmen, sie müssen auch für eine regelmäßige Pflege der Sammelflächen sorgen. Wirtschaftlich gesehen geht das natürlich nur, wenn diese Flächen einen Ertrag abwerfen und so sorgt das verkaufte Saatgut gleichzeitig auch für den Erhalt ökologisch wertvoller Flächen in unseren Kulturlandschaften.
Die gesammelten Wildpflanzen-Samen stellen das Urprodukt dar, das als Ausgangsmaterial für die gesamte weitere Arbeit innerhalb des REWISA-Netzwerkes dient. Pflanzenarten, deren Samen in größerer Menge gebraucht werden, müssen wir auch auf Feldern kultivieren. Aktuell sind das etwa 125 verschiedene Pflanzenarten, allen voran strukturbildende Gräser.
Die Gärtnereien und Baumschulen ziehen aus den Samen Pflanzen heran. Es gibt insgesamt ? (Aktuelle ZAHL ERICH oder HERBERT?!°) ProduzentInnen im Netzwerk, darunter bereits drei Bio-zertifizierte REWISA® Gärtnereien. Insgesamt werden mehr als 300 Kräuter- und Gräser-Arten sowie etwa 100 Baum- und Strauch-Arten produziert. Bei jeder verkauften Pflanze findet der Kunde Angaben zur Herkunft aus einer der zehn biogeographischen Regionen Österreichs.
Innerhalb des REWISA-Netzwerkes wird ein großes Spektrum Gewinnungs-Formen von Wildpflanzensaat- und Pflanzgut praktiziert und zertifiziert:
Zu den Methoden der Direktsammlung zählen Handsammlung , Wiesendrusch, Sammlung mithilfe von Wiesenbürsten. Dieses direkt geerntete Saatgut kann dann für folgende Anwendungen genutzt werden: feldmäßige Saatgut-Vermehrung, Anlage von Erntehecken und Mutterpflanzenquartieren, sowie die Produktion von krautigen Wildpflanzen , sowie die Produktion von Wild-Gehölzen.